Bedrohtes Idyll

Liebe Interessierte,

seit den 80er Jahren wird um das Gelände der Kolonie gerungen. 1994 erfolgte die Ausweisung als Grünfläche im Flächennutzungsplan, Politiker versicherten den Kleingärtnern: nun seid Ihr sicher.


Der jetzige Eigentümer Lorac/Lonestar kaufte das Gelände im Jahr 2008 für 600.000 EUR von der Post, es war früher Sondereigentum des Bundes. Zum Kaufzeitpunkt war bereits seit 1986 der Bebauungsplan zur Grünflächensicherung im Verfahren.

Im Jahr 2010 fordert der Eigentümer per Gutachten im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanes 50 Mio EUR bzw. hilfsweise 2,3 Mio.

 

Im Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2011 zwischen Grünen und SPD im Bezirk ist vereinbart, dass Oeynhausen erhalten bleiben soll. 

 

Das Landschafts- und Artenschutzprogramm stellt für die Fläche folgende Ziele und Maßnahmen dar: Erhalt und Entwicklung der klimatischen Ausgleichsfunktion, Vorraggebiet Klimaschutz, Erhalt der durch Nutzungs- und Strukturvielfalt geprägten außerordentlich hohen biotopischen Vielfalt. 

 

In dem vom Berliner Senat im Jahre 2004 beschlossenen Kleingartenentwicklungsplan  war die gesamte Kolonie bis 2014 als 'hoch gesichert' ausgewiesen.

 

 

Im Jahr 2014 gewannen wir mit 77% Zustimmung einen Bürgerentscheid - die Einwohner von Charlottenburg-Wilmersdorf forderten mit klarer Mehrheit die Bezirkspolitik auf, die gesamte Kolonie zu erhalten.

 

Trotzdem war die Mehrheit der Bezirksverordneten-versammlung aus SPD und Grünen war nicht bereit, diesem Bürgervotum nachzukommen und den Bebauungsplan zur Grünflächensicherung festzusetzen.

 

Im Jahr 2015 kaufte die Groth-Gruppe das Grundstück für mehr als 40 Millionen EUR. Im Januar 2016 wurde mit dem Investor einen Kompromiss geschlossen. Er sieht vor, dass die Hälfte der Parzellen erhalten bleibt und die Groth-Gruppe auf der anderen Hälfte dafür doppelt so hoch bauen darf.

 

Weitere 10 Parzellen werden wahrscheinlich geopfert um eine KIta und ein neues Vereinheim zu bauen. Am 31.01.2016 mussten 156 Pächter ihre Parzellen räumen. Eine Sicherung der anderen Hälfte der Parzellen wird es erst geben, wenn die Groth-Gruppe Baurecht über rd. 90.000 m² Bruttogeschossfläche hat. Voraussichtlich wird sich das Verfahren bis 2018 hinziehen.

 

Einen Überblick über die früheren Entwicklungen bietet dieser Artikel, aktuelle Geschehnisse dokumentieren wir seit 2012 im Tagebuch.

 

Vielen Dank für Ihr Interesse!



Bürgerinitiative

Im April 2013 hat sich eine Bürgerinitiative aus Kleingärtnern und Anwohnern mit dem Ziel gegründet, das gesamte Kleingartenareal zwischen Mecklenburgischer, Forckenbeckstraße, Cuno- und Friedrichshaller Straße zu erhalten.

Fotoprojekt



TV-Berichte


Staatsanwaltschaft ermittelt im Fall Oeynhausen, Abendschau vom 09.05.2014:

Klartext-Sendung vom 16.04.2014 zum skandalösen Vorgehen der Politik im Fall Oeynhausen:



Der Bürgerentscheid am 25.05.2014

Mit überwältigender Mehrheit (77% der abgegebenen Stimmen) haben die Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt unserer 110-jährigen Kleingartenkolonie Oeynhausen in Schmargendorf gestimmt.

 

Es erfüllt uns mit großer Freude, dass weit über 80.000 Wahlberechtigte sich damit gegen die Bebauung mit Luxuswohnungen und die Versiegelung des ca. 9,3 ha großen Areals entschieden haben.

Ein herzliches Dankeschön sagen wir allen, die uns mit Ihrer Stimme unterstützt und den Auftrag gegeben 

 

haben, die Kleingartenkolonie Oeynhausen auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.  

Überstanden ist das Bangen um den Fortbestand der Kolonie damit noch nicht, denn ob die Verantwortlichen aus Bezirk und Senat den Bürgerwillen respektieren und danach handeln steht noch nicht fest. Wir freuen uns, wenn Sie dem Thema auch zukünftig Ihre Aufmerksamkeit schenken und berichten weiterhin aktuell im Tagebuch.

 


Kurzfilm zum Bürgerentscheid

Die Kampagnenseite des Bürgerentscheids am 25.05.2014: www.baeume-oder-beton.de



Bisherige Aktionen

Videomitschnitt der Podiumsdiskussion am 10.09.2013


Flashmob der Bürgerinitiative "Schmargendorf braucht Oeynhausen" am 08.06.2013:

Video unseres Protestzuges am 16.01.2013